Wirkungsweise des SCR-Systems

Um die Stickoxide im Abgas zu reduzieren, hat sich weltweit das SCR-Verfahren etabliert. Es ist derzeit die verbreiteteste Technik zur Erfüllung der europäischen Euro 4, 5 und 6-Norm sowie der amerikanischen EPA 10 und Tier 4 final-Norm bei Nutzfahrzeugen. SCR steht dabei als Abkürzung für Selective Catalytic Reduction. Seit 2005 ist das Verfahren bei europäischen Nutzfahrzeugen in Serie und auch in Ländern wie China und Indien greifen Nutzfahrzeughersteller zur Einhaltung der Emissionsgrenzwerte immer häufiger auf diese Technologie zurück.

Beim SCR-Verfahren wird zur Reduktion der Stickoxide das Reduktionsmittel AdBlue/DEF, eine wässerige Harnstoff-lösung, in den Abgasstrang eingedüst. Es zersetzt sich im Abgas zu Ammoniak, mit dem die Stickoxide am SCR-Katalysator reduziert und in harmlosen Stickstoff und Wasser umgewandelt werden. Fahrzeuge, die mit dem

SCR-System ausgerüstet sind, verfügen daher über einen Zusatztank für das Reduktionsmittel. Der Verbrauch des AdBlue/DEF beträgt etwa vier bis fünf Prozent des Kraftstoffverbrauchs.

SCR-Systeme müssen als kompakte Einheiten im Bauraum der Schalldämpfer dargestellt werden. Die Systeme beinhalten Abgasreinigung mittels SCR-Technik und Schalldämpfung in einem Gehäuse. Im Rahmen des SCR-Verfahrens wird AdBlue/DEF über ein Dosiersystem (Urea Dosing System) gezielt in den Abgasstrang injiziert. Damit die SCR-Katalysatoren bestmögliche Resultate erzielen können, ist eine möglichst feine Zerstäubung des AdBlue/DEF bei der Eindosierung in den Abgasstrang entscheidend. Die elektronische Steuerung des gesamten Vorgangs wird von der sogenannten Aftertreatment Control Unit vorgenommen.

Datasheet Albonair